Meditatives Bad

Im Zuge des Erwerbs eines Einfamilienhauses aus den 1980er-Jahren im Grünen stand die komplette Sanierung des unter zehn Quadratmeter großen Bades an. Nur zwei schmale Tageslichtbänder über der Badewanne transportierten Licht in den Raum, dies genügte der Bauherrschaft nicht. Deshalb sollte der Innenarchitekt, der mit der Planung beauftragt wurde, eine komplexe Lösung entwickeln. Eine Decke in Kassettenform war die Lösung, in die vom Schreiner konstruierte Holzdecke baute der Elektriker vollflächige und flächenbündige Lichtplatten ein, die den Raum komplett erhellen. So ergab sich der Effekt einer Lichtdusche, die von der Sonne gespeist wird.

Neben der Holzdecke wünschten sich die neuen Eigentümer weitere ausgedehnte Holzarbeiten. So entstanden ein Waschtischunterschrank und Ablageregale ebenfalls aus Holz. Sie bieten genügend Staufläche, um die benötigten Utensilien und Accessoires aufzubewahren. In den Waschtischunterschrank des Schreiners wurde Holzfurnier eingesetzt, doch dies wiesen die Eheleute zurück, sie baten um eine Vollholzkonstruktion aus massivem Walnussholz. Aus dem gleichen Material entstand später auch eine Ablagemöglichkeit auf der Badewanne. Da das Bad nicht allzu groß ist, um alle Wünsche großzügig umzusetzen, sollte ein raumsparendes Konzept mit hochwertigen Materialien die Lösung bringen.

Der Wunsch nach naturnahen Materialien brachte auch die Idee auf, das Holz mit einem Naturstein zu kombinieren. Während einer Italienreise besuchten die Bauherren ein großes Natursteinzentrum, sie entschlossen sich sehr schnell für den Einsatz des brasilianischen Quarzit Fusion WOW. Der passt mit seinem lebhaften Kontrast- und Farbenspiel ideal zum bevorzugten Walnussholz und zu der übrigen Materialisierung des Bades. Der Einsatz des Natursteines musste sorgsam geplant werden, da das Bad wie erwähnt nicht allzu groß ist. So entstanden der Waschtisch mit großer Ablage und Rampenbecken, das aus einem Natursteinblock ausgefräst wurde, sowie ein Teil der Rückwand des Waschtisches. Die Rückwand dient auch als Spritzschutz. Die Duschrückwände erhielten ebenfalls eine Verkleidung mit dem Naturstein, wobei das Augenmerk auf das Muster des Natursteins gelegt wurde, was zu einer gespiegelten Verlegetechnik führte. Auch die beleuchtete Buddha-Nische bekam eine Rückwand aus Naturstein.
Die Eheleute, die beide fernöstlichen Entspannungsmethoden zuneigen, legten auf die Ausstrahlung des Ambientes großen Wert, denn dies gehört mit zu der von beiden täglich praktizierten Meditation. Auch aus diesem Grunde erhielt die Buddha-Nische ihren Platz über dem Dusch-WC, die Badenden können aus der Badewanne direkt zur Nische schauen.

Die mit Fußbodenheizung ausgestattete und mit Feinsteinzeug geflieste Bodenfläche ist schwellengleich ausgerichtet, ebenso die Duschtasse mit einem gefliesten Ablaufpaneel. Das Feinsteinzeug ist einem Parkett-Muster nachempfunden. Die Wände sind uneben klassisch verputzt, mit atmungsaktivem Material gestrichen und farblich an das Gesamtambiente angepasst.

Naturstein | Fusion WOW, Antolini, www.antolini.com
Fliesen | Cotto d`Este in Holzoptik
Dusch-WC | Duravit, www.duravit.de
Waschtischarmatur | Steinberg, www.steinberg-armaturen.de
Duscharmaturen | Hansgrohe, www.hansgrohe.de
Badewanne | Bette, www.bette.de
Innenarchitektur |
Dipl.-Ing. Innenarchitektur Kai Hoffmann, http://designalacard.de/2015/05/18/kai-hoffmann/

Ausführung Naturstein- und Fliesenarbeiten |
Jauer Naturstein, www.jauer-natursteine.de
Tischlerei | Zwick GmbH, Bielefeld
Sanitär | Röwekamp, Bielefeld
Malerarbeiten | Malerwerkstätten Franz Kriesten, Bielefeld
Elektrik | Joachim Lippert, Bielefeld