Minimalistisch – Im Zentrum einer pulsierenden Weltstadt!

In der City einer bayrischen Großstadt eine fast perfekte Eigentumswohnung zu bekommen, ist schon ein Glücksfall an sich. Wenn das auch noch eine Penthousewohnung ist und diese sich als bezahlbar erweist, ist das schlichtweg genial. Schon lange hatte die Geschäftsfrau nach dem richtigen Appartement gesucht, nun endlich konnte sie ihren Traum erfüllen. Die Wohnung sollte offene Räume haben, die mit einem einheitlichen hochwertigen Materialmix schlicht und edel ausgestattet sind. Ohne überflüssige Accessoires sollte das Ambiente eine feminine Handschrift zeigen. Einen Schwerpunkt legte die Besitzerin auf die Gestaltung des Bades, das für sie einer der Mittelpunkte der Wohnung ist und viel mehr als nur einen Hygieneraum darstellt: Rückzugsort vom stressigen Alltag und ein Entspannungs­ort nach langen Geschäftsreisen oder Meetings. Das grundlegende Anliegen der Badplanung war, die Offenheit des Raumes zu erhalten und die Aussicht auf die Dächer der Stadt mit in die Planung einzubeziehen. Die Formsprache stimmt gerade, ovale und kreisrunde Linienführungen harmonisch aufeinander ab. Die Farbgebung orientiert sich an warmen Naturfarben, die durch sinnliche Kontraste besonders akzentuiert werden. Ein besonderes Augenmerk galt auch einem großzügigen Stauraum, damit keine Unruhe durch unzählige herumliegende Utensilien aufkommt. Der Raum, der auf einer Seite an die Außenwand des Hauses grenzt, auf der anderen Seite an den offenen Wohnbereich anschließt, bietet auf 18 Quadratmetern viel Platz für die sanitären Elemente Wanne, Waschtisch, Dusche und WC. Der Planer entschied sich für eine klassische T-Gestaltung: Hinter einer Wand mit Waschtisch ordnete er zwei teils abgetrennte Nischen an. Die eine nimmt den Duschbereich, die andere das WC auf. Der absolute Mittelpunkt des Raumes ist jedoch die frei stehende Badewanne mit einer frei stehenden, filigranen Wannenarmatur, die mit einer besonderen Oberfläche schwarzchrom matt gebürstet wurde. Zusätzlich ist die Armatur mit einer Schlauchbrause ausgestattet. Dieses Wannenensemble wurde vor den raumhohen Fenstern aufgestellt. Die Fenster lassen sich teilweise über eine Hebe-Schiebe-Technik öffnen, sodass die Besitzerin beim Baden die Aussicht über die Dächer der Stadt und das darin pulsierenden Leben genießen kann. Direkt gegenüber der Wanne steht die Waschtischanlage, dessen Waschbecken mit Ablage aus dem Mineralwerkstoff Corean aus einem Guss maßgefertigt wurde. Mit dem Mineralwerkstoff ist es möglich, die Größen individuell und passgenau herzustellen. Das Material ist zudem besonders pflegeleicht und schmutzabweisend. Unter dem frei hängenden Waschtisch befindet sich ein Waschtischschrank, dessen Oberfläche mit einem hochwertigen weißmatten Lack beschichtet wurde und sich somit an die Farbgebung des Waschbeckens angleichen ließ. Ausgestattet wurde der Schrank mit drei grifflosen Komplettauszügen mit sensorgesteuerter Öffnungsautomatik. Seitlich am Waschtisch wurde je ein Handtuchhalter in der gleichen Oberflächenbeschaffenheit angebracht und unter dem Waschtisch eine weitere Ablagemöglichkeit in Form eines frei hängenden Regalbodens zum Ablegen von Hand- und Badetüchern geschaffen. Die Einhebel-Wandarmatur über dem Waschbecken weist die gleiche Oberflächenbeschaffenheit auf, wie schon bei der Wannenarmatur beschrieben. Ein gleich breiter Spiegelschrank, der in einer Schattenfuge flächenbündig in die Wand eingebaut wurde und über eine Beleuchtungspaneele mit direktem Licht optimal ausgeleuchtet wird, bietet weiteren ergiebigen Stauraum. Rechts neben dem Waschtisch folgt in einer Nische etwas versteckt der bodengleiche Duschbereich, der durch ein Glaselement vom Rest des Bades abgetrennt wurde. Ausgestattet wurde die Dusche mit einer Kopf- und Schlauchbrause, einer beheizten Sitzbank, einer beleuchteten Ablagenische sowie dem fast zum Standard gewordenen bodengleichen Ablaufpaneel. Um eine facettenreiche Beleuchtung zu generieren, erhielt die Duschnische zwei Beleuchtungssysteme, zum einen eine direkte Spotbeleuchtung und zum anderen eine indirekte, effektvolle Schattenfugenbeleuchtung. Auf der linken Seite des Waschtisches befindet sich eine zweite ebenfalls durch ein Glaselement abgeschlossene Nische, die das Dusch-WC und ein kleines Handwaschbecken aufnimmt. Um eine einheitliche, jedoch wirkungsvolle Farbgebung des Raumes zu erzielen, wurde die Stirnwand in einem warmen Farbton gehalten, der harmonisch auf die dunklen Eichendielen abgestimmt wurde. Eine besondere Oberfläche erhielt die Waschtischwand, diese wurde mit einem abwaschbaren Metallspachtel in Platinfarbe beschichtet, was dem Ambiente eine weitere besondere Note verleiht. Im Kontrast dazu stehen sowohl die weiß gehaltene Decke, die sanitären Objekte sowie die schwarzen Armaturen und der Handtuchtrockner. Um die Intimsphäre zu wahren, lassen sich die farblich angepassten großzügig dimensionierten Vorhänge im Bedarfsfall elektrisch schließen. Ein weiterer Eyecatcher ist der sowohl in der Form als auch im Farbton markante Sessel neben einem kleinen schwarzen Glastisch. Die Freundlichkeit des Raumes wird durch die immer wechselnden frischen Blumenarrangements unterstrichen, die die Schlichtheit des Raumes akzentuieren und zugleich die feminine Handschrift des Ambientes erkennen lassen. Text | Jürgen Brandenburger Fotografie | Ortwin Klipp Waschbecken Mineralstoff-Maßfertigung, Badewanne | Mod II Noce Michel Bäder, www.michel-baeder.de Armaturen | schwarzchrom matt gebürstet Vola, www.vola.de Dusch-WC | Grohe, www.grohe.de Planung und Bauaufsicht | Michel Bäder, www.michel-baeder.de